Inthronisation der 6. Württemberger Lammkönigin

Kerstin Wiedenmann-Riek aus Nattheim unterstützt in den kommenden zwei Jahren die Öffentlichkeitsarbeit der baden-württembergischen Lamm- und Schaffleischvermarktung.

Das Württemberger Lamm hat sich seit 2003 im regionalen Lebensmittelhandel etabliert. Es steht für absolute Frische, hervorragende Fleischqualität, Regionalität, Tradition und Vielfalt.

Dies zu kommunizieren ist die Aufgabe der Württemberger Lammkönigin. Sie unterstützt in charmanter Weise die Öffentlichkeitsarbeit der baden-württembergischen Lammfleischerzeugergemeinschaft e.V.. Davon partizipiert dann letztendlich auch die gesamte Schafhaltung im Lande.

Das Württemberger Lamm wird nach den Anforderungen des Qualitätszeichens Baden-Württemberg und den Kriterien der Erzeugergemeinschaft im Land erzeugt. Zur Zeit  haben sich über 90 Schafhaltungsbetriebe in Baden-Württemberg diesem Vermarktungsweg angeschlossen. Das Württemberger Lamm lebt von Partnerschaften, so auch in der Vermarktung, wo die EDEKA SÜDWEST GmbH in ihren Märkten in der Region die Vermarktung der Produkte des Württemberger Lammes mit großem Engagement vorantreibt.

 

Vor nunmehr zwölf Jahren wurde die 1. Württemberger Lammkönigin in einer feierlichen Zeremonie im Freilichtmuseum Beuren gekrönt. Seitdem wird diese Tradition alle zwei Jahre wiederholt - und das mit großem Erfolg. Als Botschafterinnen des guten Lammgenusses werben die Hoheiten mit großer Aufmerksamkeit. Auch die neue und 6. Württemberger Lammkönigin, Kerstin Wiedenmann-Riek, wird diese Aufgabe mit Würde und Stolz tragen. Sie stammt aus einem traditionellen Wanderschafhaltungsbetrieb und ihr Großvater war ein Gründungsmitglied unserer Erzeugergemeinschaft im Jahre 1985. Wir freuen uns auf eine  erfolgreiche Zusammenarbeit mit ihr.

Bei der Veranstaltung der Inthronisation am 28.03.2017 sorgte die Burg-Gastronomie der Familie Bogner für die kulinarische Unterstreichung des Tages. Sie bereiteten einen traditionellen Lammbraten zu, um den edlen Geschmack des legendären Württemberger Lammfleisches aufzuzeigen.

 

Die Krönung fand auf historischen Grund statt, da die Burg Teck eine Wiege der Hauses Württemberg und der Herzogtitel und die Farben des Landes Württemberg von dort stammte. Auch war das Haus Württemberg maßgeblich an der Förderung der Schafhaltung im Lande beteiligt, der Schafimport der spanischen und französischen Merinos im Jahre 1786 und die jahrhundertlange Bedeutung der Schafhaltung an der Universität Hohenheim waren ein Teil davon. Dies stellte Dr. Ulrich Jaudas, vom Verein für Schäfereigeschichte, in seinem Vortrag über das Württemberger Schaf dar.

Die pragmatische praktische Zusammenarbeit der Schäfer und des Schwäbischen Albvereins e.V. rund um die Burg Teck, sprechen ihre eigene Sprache bei der Pflege und dem Erhalt dieses Naturschutzgebietes für die Allgemeinheit. Schäfer und Albverein aus Naturverbundenheit gemeinsam im Einsatz zur Erhalt eines Teils unserer Heimat.

 

Das ganze Schäferland Baden-Württemberg wurde nicht zuletzt durch die Lammköniginnen in ein positives Licht gerückt. Bei Veranstaltungen wie Hoffesten, der internationalen Grünen Woche in Berlin und zahlreichen weiteren Lamm-Events werden die Lammköniginnen immer gerne gesehen und von vielen Interessierten befragt.

 

Die Württemberger Lammkönigin steht als Botschafterin und Sympathieträgerin im Mittelpunkt der Öffentlichkeitsarbeit rund um das Württemberger Lamm, um dem interessierten Verbraucher die Tradition, Kultur und Regionalität rund um die baden-württembergischen Schafbetriebe näher bringen zu können. Schon von Kindesbeinen an lernte die neue Lammkönigin Kerstin Wiedenmann-Riek, den täglichen Ablauf rund um die Schafhaltung im Schäfereibetrieb des Onkels. Nach dem tragischen Unfalls des Onkels musste ihre Mutter Karin Wiedenmann den Betrieb weiterführen. Schließlich entscheid sich Kerstin dazu die Ausbildung als Schäferin anzutreten. Gemeinsam mit ihrer Mutter bewirtschaftet sie einen Betrieb mit Selbstvermarktung mit rund 850 Merinoschafen (ehemals Württemberger Schaf) und einer Fläche von nahezu 150 Hektar. Zur Verbesserung des Fleischbildungsvermögens kreuzt der Betrieb mit Böcken der Rasse Charollais.

 

Nicht zu vergessen bleibt, dass das Amt der Württemberger Lammkönigin ein Ehrenamt ist. Damit ist der große Erfolg der Eigeninitiative der jeweiligen Amtsinhaberin zu verdanken.

Wir danken allen bisherigen Württemberger Lammköniginnen für ihr herausragendes Engagement und wünschen Kerstin Wiedenmann-Riek für die kommenden zwei Jahre viel Freude und Erfolg in ihrem Ehrenamt.